Samstag, 7. Januar 2012

Daniel Frese Preis an Diego Castro

HFBK-Doktorand Diego Castro erhält Daniel-Frese-Preis

Diego Castro, der seit 2010 an der HFBK promoviert, ist mit dem Daniel-Frese-Preis ausgezeichnet worden, der in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben wurde. Die Verleihung fand am 7. Juli 2011 im Fürstensaal des Rathauses der Hansestadt Lüneburg statt. Robert Fleck, Intendant der Bundeskunsthalle, Bonn, überreichte in seiner Eigenschaft als Laudator die Urkunden in jenem Fürstensaal des Rathauses, der eine der Hauptwirkungsstätten des Malers und Kartographen Daniel Frese in der späten Renaissance war.

Zum ersten Jahresthema »Kunst und ihr Markt« waren 28 Entwürfe aus der Projektregion eingereicht worden. Neben Diego Castro wurde auch die Künstlerin Katja Staats mit dem Preis ausgezeichnet, der künftig jährlich vergeben werden soll. Der Fachjury für den Daniel Frese Preis gehörten im Jahr 2011 an: Prof. Dr. Beatrice von Bismarck (Rektorin der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig); Prof. Thomas Locher, Künstler (The Royal Danish Academy of Fine Arts, Copenhagen); Bernd Milla (Geschäftsführender Direktor der Kunststiftung Baden-Württemberg, Stuttgart); Nikolaus Oberhuber (Galerie Koch Oberhuber Wolff, Berlin); Dr. Julia Moritz (Kuratorin KIM); Dr. Christoph Behnke (Leitung KIM).

Die Realisierung der Entwürfe von Diego Castro und Katja Staats erfolgt in Zusammenarbeit mit den Kurator/innen der Ausstellung »Demanding Supplies − Nachfragende Angebote« im Kunstraum der Leuphana Universität Lüneburg im November 2011. Die beiden neu entwickelten Arbeiten der Preisträger/innen des Daniel Frese Preis werden mit internationalen Positionen der zeitgenössischen Kunst verknüpft.

Diego Castros Entwurf schöpft aus einer Werkgruppe aus den Jahren 2005-2010 der vom Künstler als Projekt entwickelten »Immaterialistischen Internationale«, die nicht zuletzt an die Dematerialisierungsthese einer Strömung der Conceptual Art anschließt. Der künstlerische Zugang von Castro verbindet verschiedene Medien, Videos, Installationen, Performances, Texte und Zeichnungen. Eine kritische Reflexion des Kunstmarktes liegt der Produktion der »Immaterialistischen Internationale« zu Grunde, wobei figurative Zeichnungen sich u.a. auf die Themenkomplexe Kunst und Kunsthandel, Kunst und Institutionen, Arbeitsbedingungen für Kulturarbeiter/innen, Produktionsmittel und Distribution beziehen. Ein besonderes Interesse von Castro gilt Fragen des Copyrights, wie sie z.B. im Anschluss an die Creative-Commons-Initiative diskutiert werden.

In der Begründung der Jury heißt es: »Mit großem Einvernehmen wählte die Jury den Wettbewerbsbeitrag von Diego Castro für den 1. Platz des Daniel- Frese-Preises aus. Er sieht eine multimediale Präsentation vor, die sich − teils kritisch, teils eher belustigt − mit den ökonomischen Einflussfaktoren im Kunstfeld auseinandersetzt. Castro gelingt es dabei, nicht nur eine Reflexion seiner eigenen künstlerischen Praxis im Spiegel ihrer eigenen Vermarktung sichtbar werden zu lassen, sondern auch, diese Auseinandersetzung in ein treffendes räumliches Bild zu übersetzen. Der Entwurf überzeugte die Jury nachhaltig als ein eigenständiger und zugleich an die aktuellen internationalen Debatten zum Verhältnis von Kunst und Markt anschließender künstlerischer Beitrag.«
(Quelle: Web-Seite der HfBK Hamburg)

Ausstellung:
DEMANDING SUPPLIES
Phase 3: Besides Reproduction

Daniel Buren, Diego Castro, Maria Eichhorn, Katja Staats
Stephan Dillemuth, Loretta Fahrenholz, Phillip Zach
nOffice

5. November – 22. Dezember 2011
Eröffnung: Freitag, 4. November 2011, 19h

Kunstraum der Leuphana Universität Lüneburg, Campus Halle 25
Öffnungszeiten Di – Do, Sa 14 – 18h

Freitag, 25. März 2011

Polen schafft sich ab.

Bilder aus einer neuen Reihe von Arbeiten, die sich mit der deutschen Aussenpolitik und diplomatischen Supergaus eines Deutschland beschäftigen, dass nich national und militärisch restauriert. Ausstellung im April bei www.gittebohr.de


"Blondi 2.0", Bleistift auf Papier A2, 2011

"Erika", C-Print, 2011
"Ich erkenne die Westgrenze Afghanistans an",  Performance, Deutsche Botschaft, Warschau 2010
"Formen der Restauration", Bleistift auf Papier, Din A2, 2011





"Wiederholung des Kniefalls", Performance vor dem Denkmal für die Opfer des jüdischen Ghettos in Warschau, 2010

Samstag, 19. Februar 2011

Aktuelle Ausstellung.

RE CO CO

liFe under 
representational 
regiMes
5 — 26 FeB 2011
Diego Castro: Installation view at White Space, Zürich



Boaz arad & 
Miki kratsMan
ariella azoulay
diego Castro
FranCesCo Finizio
thoMas galler
roee rosen 
anna Witt
hannes zeBedin





White spaCe
// office for Curating / art / theory
Militärstr. 76, 8004 Zürich
www.whitespace.ch
info@whitespace.ch
ÖFFnungszeiten
Mi 15—18 h
F r/S a 14—18 h
opening tiMes
We 3—  6 pm
Fri/Sat 2—  6 pm



W e i t e r e  stAt i o n e n
F u rt h e r  v e n u e s
Kunsthalle Exnergasse Vienna
Währinger Strasse 59
1090 Wien
http://kunsthalleexnergasse.wuk.at
12.Mai —18. Juni 2011
eröffnung 11.Mai 2011 — 19 h
12 May —18 June 2011
Opening 11 May 2011 — 7 pm


Digital Art lab in Holon
16 yirmiyahu Street
holon 58835, israel
www.digitalartlab.org.il
dez 2011—  feb 2012
dec 2011—  feb 2012
eine ausstellungsprojekt kuratiert von 
Siri peyer und Joshua Simon
an exhibition project curated by 
Siri peyer and Joshua Simon


http://www.whitespace.ch/downloads/ReCoCo-Life%20Under%20Representational%20Regimes.pdf

Montag, 31. Mai 2010

Walrecht für Aale!





Dienstag, 2. März 2010

Castro bei Electron, 5.3.2010 BAC, Genf


curated by Marie-Avril Berthet


Auf dieser Ausstellung zeige ich eine Zeichnung und zwei Videos, die ich speziell für die Ausstellung. Thema war die Feier, die auf dieser Ausstellung sehr unterschiedlich interpretiert wurde und ich möchte sagen, dass sich meine Beiträge wohl mit am stringentesten zur Thematik verhalten. Beide Videos sind Collagen, die sich mit der Loveparade und ihrem historischen Kontext, dem wiedervereinigten Deutschland beschäftigen.
Das Video mit dem mehrdeutigen Titel "Union" scheint die Behauptung Annette Weber's in ihrem Aufsatz über Konservatismus im Kontext der Techno-Community (in: Maintream der Minderheiten, Hg. Tom Holert & Mark Terkessidis), "Was aussehen möchte wie eine Jugendrevolte, entpuppt sich als Anpassung an kontrollgesellschaftliche Regeln." zu bestätigen scheint:
Nach einer ungelenken Einleitung durch Dr.Motte (Interviewfetzen) in dem er zwischen vermeintlichen und tatsächlichem politischen Anspruch der Loveparade einen Drahtseilakt über dem Schlund des Unpolitischen vollzieht, zeigt sich die Love Nation, Family oder Unity als das, was sie gerade durch ihre erklärte Apolitizität wurde: Rekuperationsgebiet konservativer Politik, die auf die unkritische bis willfährige Masse sportiv Einheit feiernder Jasager, oder, wie es Didrich Diederichsen ausdrückte:die Helmut-Kohl-Jugend. Die kurze Bildeinspielung zeigt eine hysterisches Girlie, Mitglied der jungen Union auf dem Soundsystem der CDU auf der Loveparade, die aufgepeischt von Beats und ihrer eigenen CDU-Mitgliedschaft als sicherlich einzige und ausreichende Stimulanzen der neuen, positiven Jugend, ...äh, tierisch abgeht!


Die Zeichnung (Abb. in Kürze) zeigt eine böse Pesiflage eines Plakats aus der Nazi-Zeit, das im Original einen auf einen imaginären Punkt am Himmel entrückt, aber kess über die Schulter starrenden Hitlerjungen, während sich am braunen Himmel hinter ihm das Konterfei Adolf Hitlers abzeichnet und die Parole dazu befiehlt: "Jugend dient dem Führer!". In meiner Version sieht man das feiste Konterfei des Einheitskanzlers, vor dem H.P.Baxxter, Shouter der Techno-Pop Band Scooter und Schlüsselfigur in der Verquickung von Techno und stadionsmässiger Volkstümelei, ebenso entrückt auf dieses mystische Flackerlicht am Firmament starrt, dass schon den gesamten Ufa-Film durchzieht und von Heino weiterentwickelt wurde (siehe auch: Peter O. Chotjewitz 1971 in "Akzente"), allerdings noch mysthischer mit Sonnebrille, wie die Angeklagten der Nürnberger Prozesse, haha. Die Parole lautet heute jedoch vielmehr: "Jugend dient dem Kapital" und ziert den Kopf der Zeichnung.


Das Video "Volksfest"
beginnt ebenfalls mit einer Ansprache des Zeremonienmeisters Dr. Motte und zeigt Bilder von den Loveparades von 1989-92, die sich später mit Images des Pogroms von Rostock-Lichtenhage, ebenfalls von 1992 vermischen. Der Soundtrack des Videos, aus einem Live-Set von DJ Marusha, bringt als Catchphrase: "My House is your House and your House is mine", dessen Message sich unter den Bildern des von Neonazis attackierten und in Brand gesteckten lichtenhagenener Hauses, in dem sich immer noch vietnamesische Familien verstecken, und dem dazu Befall klatschenden Mob, der bei Bratwurst und Bier zum versuchten mehrfachen Mord ein Volksfest feiert, verändert: Gastfreundschaft wird zum feindseligen, nationalistischen und rassistischen Besitzanspruch.


"Volksfest" auf der Eröffnung

Mittwoch, 24. Februar 2010

Kongress für Anti-Kapitalistische Kultur

Hier geht's zum blog:
http://antikapitalistischekultur.blogspot.com/

Der Kongress steigt im Oktober, bis dahin gibt es Diskussionen und weitere Aktivitäten im "West-Germany", Kreuzberg, Berlin. Hier findet Ihr weitere Infos!

Sonntag, 15. November 2009

Bilder von der Ausstellung
"There's one in every crowd"

bei standard/deluxe
in Lausanne

Ausstellung läuft noch bis 27. November
Zur Finissage wird der Film
"Die Reise" von Ma
rkus Imhoof, nach dem Roman von Bernward Vesper gezeigt. Deutsch mit französischen Untertiteln.

Exposition du 7 au 27 novembre 2009
Finissage le 27. novembre à 18h
Projection du film "Die Reise (Le voyage) de Markus Imhoof, après le Rom
an de Bernward Vesper.

Ouvertures les samedis (Samstags geöffnet)

7.11. und 14.11. de/von 14h à/bis 18h

Le vendredi/ Freitag, 27.11. de/ von 17h à/bis 22h
Visite sur rendez-vous (0der per Verabredung):
078 808 5774 ou/oder 021 921 4114




"Sturz", Wandmalerei

Installationsansicht
vorne:
"POLIZEI", Klanginstallation
im Hintergrund:
"Der Kurras-Zyklus"















Aus dem Video:
"Republik der Gespenster"
Videocollage
















"Republik der Gespenster"















Aus dem "Kurras-Zyklus"